Willkommen
»Gefährliches Theater 2013«
Liebe Mitglieder und am BuT Interessierte,
Theaterpädagogen wollen eine »künstlerisch orientierte Theaterpädagogik«. Und dazu brauchen sie den kontinuierlichen »Austausch über Arbeitsweisen, Formen und Ziele«. So zwei der Statements, die im März auf dem Kongress zu »Aufgaben, Kompetenzen und Arbeitsweisen von Theaterpädagogen an Theatern« vorgestellt wurden. Und die selbstverständlich genauso für diejenigen gelten, die im Seniorenheim, an Schulen, in der Psychiatrie oder in sozio- kulturellen Zentren theaterpädagogisch arbeiten.
Der BuT möchte mit seinem Fortbildungsprogramm Multiplik auch 2013 dazu einen Beitrag leisten. Und mit den regionalen Konferenzen und der Bundestagung Foren für die notwendige Selbstreflexion und Analyse anbieten.
Multiplik-Angebote zur Commedia dell’arte, zum theaterpädago- gischen Inszenieren und zu chorischen Techniken ergänzen den thematischen Schwerpunkt der Herbsttagung: das szenische Arbeiten in den Jugendclubs. Erstmalig findet diese Tagung parallel zum Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern statt, die 2013 vom Staatstheater in Oldenburg ausgerichtet wird. Mut zu riskanten Experimenten, ausgeprägte Ensemblearbeit, eigenwilliger Zugriff auf literarische Texte, alle diese Kennzeichen eines spannenden zeitgenössischen Theaters haben sich längst auch bei den Jugendclubproduktionen durchgesetzt. Das hat das Jugendclubtreffen 2012 in Cottbus wieder auf sehr eindrucksvolle Weise bestätigt. Höchste Zeit, diese Arbeit auch einmal Fachvertretern vorzustellen und für die Weiterbildung fruchtbar zu machen.
Dass »trotz aller unserer bestgemeinten Planungen etwas schiefgehen wird«, darüber trösten wir uns schon jetzt mit dem Gedanken von George Tabori, dem »die Erwartung einer Katastrophe als das Wesentliche der Darstellenden Kunst« galt.
In diesem Sinn wünsche ich jeder/jedem von uns »gefährliches Theater«!
Friedhelm Roth-Lange
1. Vorsitzender des BuT
