Willkommen

Was soll das Theater?

In diesem 25. Jubiläumsjahr wenden wir uns vor allem einer Frage zu, die alle, die Theater mit Nicht-Profis machen, fast täglich beschäftigt: Welche Rahmenbedingungen für nachhaltige und qualifizierte theaterpädagogische Arbeit sind notwendig? Und welche wünschenswert?

Los geht’s mit dem 1. bundesweiten Tag der Theaterpädagogik »Mehr Drama, Baby«. Am 27. Februar stellen erstmals Kolleg/innen dezentral die Prozesse und Ergebnisse theaterpädagogischer Arbeit bundesweit in ihren Einrichtungen vor. Formloses Anmelden ist noch bis zum 17.2. auf unserer Homepage möglich. Und auch nötig. Denn wir wollen ja zeigen, wie vielfältig diese Arbeit sein kann, gerade auch in Bereichen, die normalerweise nicht öffentlich sichtbar sind.

»Was wir brauchen. Wovon wir träumen«, unter diesem Motto untersuchen wir auf der Frühjahrstagung in Weimar, welche Bereiche sich Rahmenbedingungen zuordnen lassen. Geht es vor allem um materielle Dinge wie Honorare, Sachkosten und Räume? Welche Rolle spielt eine qualifizierte Ausbildung? Wie beeinflussen die jeweiligen institutionellen Strukturen die theaterpädagogische Arbeit?

Die in Weimar entstehenden Arbeitsgruppen sollen über das Jahr weiterarbeiten, um dann auf unserer Herbsttagung in Berlin erste Ergebnisse vorzustellen. Dort werden auch anhand von Aufführungen und Präsentationen praktische Beispiele für gelungene  Rahmenbedingungen vorgestellt und diskutiert. Anschließend (2016) soll für unsere Mitglieder - übrigens in enger Zusammenarbeit mit anderen Verbänden - eine Publikation entstehen, die man dann zu Rate ziehen kann, wenn man etwas Neues plant oder in seinem Bereich Veränderungen bewirken will.

Dass neue Formen entstehen können, wenn künstlerische Arbeit in pädagogischen und kulturellen Feldern zusammen kommen, davon können wir uns jedes Jahr aufs Neue überzeugen. Eine Broschüre aus 25 Jahren Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern dokumentiert das anschaulich am Beispiel der Jugendclubidee (ab Sommer 2015). Viele der ehemaligen Mitglieder von Theaterjugendclubs arbeiten heute an Theatern, als erfolgreiche Schauspieler, Figurenspieler, Tänzer, Sprecherzieher, Regisseure, Autoren, Theaterpädagogen …

Zeigen wir, dass theaterpädagogische Arbeit immer mehr zu dem wird, was sie unserer Meinung nach sein sollte: Vielfältig, selbstverständlich, überall verbreitet und mit nachhaltigen Rahmenbedingungen ausgestattet.

Mitglied im BuT können übrigens alle werden, denen die Unterstützung der Theaterpädagogik am Herzen liegt (unabhängig von Beruf und Ausbildung), sowohl Einzelne als auch Institutionen. Zögern Sie daher nicht, uns anzusprechen. Werden Sie Mitglied. Nutzen Sie unsere Angebote zur Fortbildung und zum fachlichen Austausch. Engagieren Sie sich in den Regionalkonferenzen, neu entstehenden Landesverbänden und Gremien des BuT.

Lorenz Hippe
1. Vorsitzender des Bundesverband Theaterpädagogik e.V. (BuT)