Multiplik / BuT-Fortbildungsprogramm 2010
Der Bundesverband Theaterpädagogik bietet seit mehr als zehn Jahren ein eigenes bundesweites Fortbildungsprogramm MULTIPLIK mit hochq1ualifizierten Referentinnen und Refrenten aus dem In- und Ausland an.
Bei den MULTIPLIK-Angeboten handelt es sich nicht um längerfristige Qualifizierungsmaßnahmen (siehe hierzu: „TheaterpädagogIn BuT“ sowie „Grundbildung“, vielmehr um punktuelle Fortbildungen - in der Regel Wochenendkurse – zu wichtigen Aspekten der Theaterpädagogischen Arbeit. MULTIPLIK besteht aus eigenen Angeboten des BuT – Fortbildungen, die der Verband in Eigenregie durchführt - und Angeboten ausgewählter Bildungsträger, bei denen der BuT als Kooperationspartner fungiert.
Das Fortbildungsprogramm MULTIPLIK des Bundesverbandes Theaterpädagogik wendet sich insbesondere an ausgebildete Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen (unabhängig von der Mitgliedschaft im Verband), hält aber auch für Kolleginnen und Kollegen, die sich noch in der Ausbildung befinden, besondere, weiterführende Qualifizierungsangebote bereit. Auch die Teilnahme von Nicht-Theaterpädagogen ist natürlich möglich.
Die Workshops und Seminare sollen Anstöße und Hilfestellungen für die theaterpädagogische Praxis bzw. deren Reflexion bieten, sei es, indem unterschiedliche Theateransätze und –methoden vorgestellt werden, sei es durch das Beleuchten von theaterpädagogischen Arbeitsfeldern, sei es durch die Begegnung mit führenden Persönlichkeiten des Theaters bzw. der Theaterpädagogik.
Gleichzeitig soll MULTIPLIK die Auseinandersetzung mit Themen und Methoden weiterführen, die bei den Frühjahrs- und Bundestagungen des BuT im Fokus standen.
19. - 21. Februar 2010, Lingen
Das »theaterpädagogische Labor« als impulsgebendes Experimentierfeld wird in einer weiteren Veranstaltung die Eigenarten, Grenzen und Möglichkeiten der Methode »Raumlauf« untersuchen. Zu diesem Experiment werden Theaterpädagogen aus allen Himmelsrichtungen zusammen kommen, Reflexion und Praxis überblenden, gleichzeitig spürbar machen: Streiten, Lachen und Neuland entdecken!
8. - 12. März und 12.-16. Juli 2010, Remscheid
Werkstattkurs mit 2 Kursphasen
In einem ersten Schritt wird über das Spiel mit Neutralmasken die Bedeutung von Körper, Raum, Zusammenspiel für die Wirkung des Spiels mit einer Maske erschlossen. In konzentrierter Ruhe formt jede/r Teilnehmer/in eine eigene, individuelle Maske aus dem Moment heraus.
26. — 28. März 2010, Friedrichshafen
Bühnenlicht mit einfachen Mitteln in nichttheatralen Räumen
Mit den Bedingungen in Sachen Lichttechnik ist es in einer Aula oder in anderen öffentlichen Räumen nicht weit her. Oft ist die Ausstattung dürftig und ermöglicht nur wenig Lichtstimmungen. Was tun?
11. Juni 2010, Frankfurt /Main
Infos und Hilfestellungen zum (Über-)Leben im theaterpädagogischen Dickicht
Wie sieht es angesichts steigender Zahlen von ausgebildeten Theaterpädagoginnen und Pädagogen mit der Berufssituation und den Marktchancen aus? Kann man als Freiberufler leben bzw. überleben? Welche Marketingstrategien können dabei helfen? Wie sind die Verdienstmöglichkeiten? Undundund …
16. - 17. Juni 2010, Leipzig
Spielleiterworkshop im Rahmen des 21. Bundestreffens „Jugendclubs an Theatern“
Chorisches Sprechen und Rhythmus sind mittlerweile häufig eingesetzte Darstellungsformen in der theaterpädagogischen Arbeit und der Inszenierung von Jugendclubs. Eine gute Methode, um den Rhythmus eines Ensembles zu finden. Aber auch, um sich von Musikeinspielungen unabhängig zu machen. Das Ensemble klingt.
16. - 17. Juni 2010, Leipzig
Spielleiterworkshop im Rahmen des 21. Bundestreffens „Jugendclubs an Theatern“
Improvisation eignet sich in der theaterpädagogischen Arbeit zur Materialfindung für Eigenproduktionen, Übungsraum für die Rollenfindung oder zur Gruppenfindung. Oft bleibt aber bei aller Spielfreude die Geschichte im Hintergrund. Das Ende der Szene ist unklar, der Konflikt nicht stark genug, die Rollen verändern sich nicht, alles wirkt oberflächlich.
28. Juni - 1. Juli 2010, Remscheid
Fortbildung für Spielleiter/innen und Theaterpädagogen /innen
Im Umgang mit einem klassischen Theatertext werden Besonderheiten der Arbeit mit Senioren sowie Möglichkeiten aufgezeigt, Theater nach Textvorlagen und biografische Arbeitsmethoden innerhalb einer festen Amateurtheatergruppe zu verbinden.
12. - 16. Juli 2010, Remscheid
Maskenbau und MaskenspielWerkstattkurs mit 2 Kursphasen
In einem ersten Schritt wird über das Spiel mit Neutralmasken die Bedeutung von Körper, Raum, Zusammenspiel für die Wirkung des Spiels mit einer Maske erschlossen. In konzentrierter Ruhe formt jede/r Teilnehmer/in eine eigene, individuelle Maske aus dem Moment heraus. Die bemalte Pappmachéfigur wird frei gestaltet. Das Spiel mit einfachen Papiermasken leitet den Transfer in die theaterpädagogische und theatertherapeutische Praxis ein. In einem zweiten Schritt wird das improvisatorische Spiel mit der eigenen Maske und das Zusammenspiel zu assoziativen Motiven und gewählten Themen entwickelt. Auch das Spiel mit der fremden Maske wird exploriert. Das Spiel mit der Maske vor Publikum, und damit die Klärung inszenatorischer Fragen, ist intendiert.
02. - 08. August 2010, TPZ Köln
Regiekurs - Verdichtung, Widerspruch und Entwicklung
mit Marcelo Diaz (Madrid/Zürich)
Bei den beiden Regiekursen mit Marcelo Diaz im Rahmen des MULTIPLIK-Programms 2009 ergab sich das Bedürfnis der Teilnehmer, die verschiedenen Bausteine der Regiearbeit einmal über einen längeren Zeitraum anhand eines Theatertexts zu erproben. Diesem Wunsch entsprechen wir mit dem folgenden Zusatzangebot zu den MULTIPLIK-Ausschreibungen 2010.
18. — 21. August 2010, Essen
Fortbildung mit Cornelia Wolf und Cord Striemer
Veranstalter: TPZ Ruhr, Essen
Die Auseinandersetzung mit biografischem Material der Darsteller kann faszinierend sein, weil dadurch im ästhetischen Produkt eine subjektive Nähe der Darsteller zum Thema sichtbar wird, die echt und authentisch wirkt. Die besonderen Spielweisen des Biographischen Theaters sollen vorgestellt und erprobt werden.
2. — 3. Oktober 2010, Köln
Konflikttransformation mit theatralen Mitteln
Fortbildung mit Angelika Wehr-Koita
Wir machen uns das Leben schwer, indem wir uns und andere unter Druck setzen! Wir leiden an Stress, Zeit- und Erfolgsdruck, Perfektionismus, Kritik, Vorwürfen und Vor-Urteilen. In westafrikanischen Dorfgemeinschaften wird seit Jahrhunderten ein Instrument zur Auflösung von Konflikten genutzt, das Rhythmus, Rituale, szenische Interaktion und Komik ins Zentrum stellt. Diese theatrale Form ist das Modell für unseren Workshop. Tanzend, singend, spielend setzen wir uns mit Kreativität aber auch mit unseren Unzulänglichkeiten und Fehlern auseinander. Eigene Erlebnisse werden improvisiert und in Kurzszenen präsentiert. Wir entdecken die Urkomik jedes Spielers und den Humor in den Szenen und öffnen wir uns für überraschende Konfliktlösungen.