MULTIPLIK FORTBILDUNGSPROGRAMM
Angebote des BuT und Kooperationen
Der Bundesverband Theaterpädagogik bietet seit mehr als elf Jahren ein eigenes bundesweites Fortbildungsprogramm MULTIPLIK mit hochqualifizierten Referentinnen und Refrenten aus dem In- und Ausland an.
Bei den MULTIPLIK-Angeboten handelt es sich nicht um längerfristige Qualifizierungsmaßnahmen (siehe hierzu: „TheaterpädagogIn BuT“ sowie „Grundbildung“, vielmehr um punktuelle Fortbildungen - in der Regel Wochenendkurse – zu wichtigen Aspekten der Theaterpädagogischen Arbeit. MULTIPLIK besteht aus eigenen Angeboten des BuT – Fortbildungen, die der Verband in Eigenregie durchführt - und Angeboten ausgewählter Bildungsträger, bei denen der BuT als Kooperationspartner fungiert.
Das Fortbildungsprogramm MULTIPLIK des Bundesverbandes Theaterpädagogik wendet sich insbesondere an ausgebildete Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen (unabhängig von der Mitgliedschaft im Verband), hält aber auch für Kolleginnen und Kollegen, die sich noch in der Ausbildung befinden, besondere, weiterführende Qualifizierungsangebote bereit. Auch die Teilnahme von Nicht-Theaterpädagogen ist natürlich möglich.
Die Workshops und Seminare sollen Anstöße und Hilfestellungen für die theaterpädagogische Praxis bzw. deren Reflexion bieten, sei es, indem unterschiedliche Theateransätze und –methoden vorgestellt werden, sei es durch das Beleuchten von theaterpädagogischen Arbeitsfeldern, sei es durch die Begegnung mit führenden Persönlichkeiten des Theaters bzw. der Theaterpädagogik.
Gleichzeitig soll MULTIPLIK die Auseinandersetzung mit Themen und Methoden weiterführen, die bei den Frühjahrs- und Bundestagungen des BuT im Fokus standen.
27. — 29. April 2012, München
Theaterpädagogen begegnet das Schreiben von Theatertexten mehrfach: Als Anleiter von Prozessen, bei denen die Teilnehmer selbst Autoren szenischer Texte werden, als Dramaturgen literari- scher oder improvisierter Vorlagen oder sogar als Autoren einer Spielvorlage für eine Gruppe. Der Workshop gibt eine praktische Einführung in Methoden des Szenischen Schreibens: allein, zu zweit und in der Gruppe. Wir schreiben und improvisieren eigene Texte, bearbeiten sie und fügen eine Auswahl des Materials zu Stück- entwürfen zusammen.
Infos und Hilfestellungen zum (Über-)Leben im theaterpädagogischen Dickicht
17. — 20. Mai 2012 Hamm-Helsinki
Theaterpädagogische Bildungsreise nach Helsinki
9. — 10. Juni 2012, Neuss
Das Theater des »Storytellings« basiert auf dem Darsteller, der in einem leeren Raum agiert. Der Darsteller ist der Erzähler. Er benutzt seinen Körper, um Figuren darzustellen und Räume, Gefühle, Stimmungen, Töne zu kreieren, er führt einen intimen Dialog mit dem Publikum. Diese Bühnenform erlaubt rasche Übergänge von Bild zu Bild, Figur zu Figur. Am Anfang steht der Text, die Geschichte. Im Prozess der dramatischen Bearbeitung werden theatrale Gestal- tungsmöglichkeiten für Körper, Text und Raum erforscht.
29. Juni — 1. Juli 2012, Köln
Besondere körperliche Bewegungsqualitäten können choreographischen Prozessen neue Impulse verleihen. In tänzerischer Kom- munikation wie auch mittels Video-Lecture werden fremde und individuelle Bewegungsfolgen in eine gemeinsam erarbeitete cho- reographische Gestaltung einfließen. Das gefundene Bewegungs- material wird mit Emotionen gefüllt, um ihnen einen stärkeren Ausdruck zu verleihen. Zur 26. Bundestagung Theaterpädagogik »Theater mit Menschen mit Behinderung« wurde eine Kurzversion dieses Workshops von den Teilnehmern begeistert aufgenommen.
Oft sind wir in der Theaterarbeit mit großen und inhomogenen Gruppen konfrontiert. Dieser Workshop vermittelt Techniken und Handwerk, um mit spielerischer Leichtigkeit Prozesse in Gruppen über chorisches Arbeiten, künstlerisch und pädagogisch zu gestalten. Die TeilnehmerInnen erhalten Impulse, wie sie im Spannungsfeld Gruppe — Einzelperson, chorische Prozesse initiieren, steuern und zu einer stimmigen Performance formen können, in der auch die Individualität des Einzelnen ihren Ausdruck findet.
2. — 3. Oktober 2012, Cottbus
Inhalt des Workshops ist das tiefenwirksame Eindringen von Rhyth- mus in Mark und Bein. In täglichen Dosen von bis zu vier Stunden werden rhythmische Bestandteile verabreicht. Achtung: hohe Anste- ckungsgefahr! Nachahmung und Weitergabe strengstens erwünscht! Für den Workshop werden lediglich benötigt: Sie und das komplexe Instrument »Körper«.
2. — 3. Oktober 2012, Cottbus
Mensch und Material als Spielpartner
16. — 18. November 2012, Bonn
Gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen der Theaterregie im professionellen Theater und dem Erarbeiten einer Inszenierung in theaterpädagogischen Kontexten und wenn ja: wo liegen sie? Unterscheiden sich die Haltungen eines Regisseurs zu den SpielerInnen und der Spielvorlage von denen eines Theaterpäda- gogen? Welche Methoden, Vorgehensweisen, Ansätze sind für theaterpädagogische Inszenierungen/Projekte besonders geeignet? Solche Fragen sollen im Workshop praktisch untersucht und erprobt werden. Geplant ist auch ein Vorstellungsbesuch im Theater Marabu Bonn.