2020 – 30 Jahre BuT

STATEMENTS ZU 30 JAHREN BUT

30 Jahre — Bundesverband Theaterpädagogik

Nun möchten wir Ihnen gerne das Wort erteilen. 

Wir freuen uns über Ihre Einsendungen! Sie haben das ganze Jahr über die Gelegenheit, neue Statements zur Veröffentlichung einzureichen. Bitte beachten Sie die Zeichenvorgabe von max. 200 Satzzeichen inkl. Leerzeichen.

 Hier sind der kreativen Schreiblust keine Grenzen gesetzt.

  • Wenn ich über den BuT spreche, …

  • Ich erhebe die Stimme für…

  • Theaterpädagogik ist, seit es den BuT gibt, …

  • Was ich schon immer mal loswerden wollte:

  • Wir brauchen den BuT in den nächsten 30 Jahren, weil…

  • … oder einfach nur kurze Statements in freier Form, ob Gedicht, Song, Zitat oder Dialog – feel free!  

 

Senden Sie Ihr Statement an: bildungsreferat [at] butinfo [dot] de

 

»THEATER  IST PURE  GEGENWART«

Foto: © David Baltzer

 

DANKE AN DIE, DIE UNS ZUSAMMENBRACHTEN!

Dieser Dank geht besonders an die Menschen in Deutschland und Europa, die Theaterpädagogik und ihre unterschiedlichen Ausprägungen mit ihren Visionen schufen. Aus diesen gemeinsamen Lebenswerken ist letztendlich auch unser Bundesverband entstanden. Im eigentlichen und engeren Sinne will ich hier also nennen: Hans Wolfgang Nickel, Volkhard Paris, Helme Ebert, Norbert Rademacher, Hans Martin Ritter, Christel Hoffmann, Eva Brandes, Klaus Hoffmann, Gerd Koch, Florian Vaßen, Jakob Jenisch, Gitta Martens, Willi Praml, Ingo Scheller, Hans Hoppe. Volker Ludwig und das Gripstheater und letzendlich auch im weitesten Sinne und dabei an viele historische und ästhetische Diskurse denkend an Bertold Brecht, Konstantin S. Stanislawski, Asja Lacis, Jacques Lecoq, Heidi Frei, Dorothy Heathcote, Jerzy Grotowski, Eugenio Barba, dem Living Theatre, dem Roy Hart Theatre, an Augusto Boal oder Keith Johnstone und viele, deren Namen ich nicht mehr nennen kann oder weiß.

— Andreas Poppe, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BuT e. V.

 

FÜR DIE ZUKUNFT DER THEATERPÄDAGOGIK

Der Bundesverband Theater in Schulen gratuliert dem Bundesverband Theaterpädagogik sehr herzlich zum 30­jährigen Bestehen. Die gemeinsame Herbsttagung in Frankfurt vor zwei Jahren hat gezeigt, wie stark die Theaterpädagogik in schulischen und außerschulischen Kontexten geworden ist, welche kulturellästhetische Vielfalt und gesellschaftliche Relevanz sie dank der Politik der beiden Verbände gewonnen hat. Bei allen Unterschieden muss das Ziel sein, dass beide Verbände ihre Aktionen noch besser koordinieren, um für die Zukunft der Theaterpädagogik optimal gerüstet zu sein und wichtige Aufgaben wie Theater und Globalisierung, Populismus, Digitalität und Nachhaltigkeit in der Bildung adäquat anzugehen.

— Gunter Mieruch & Ulrike Mönch­Heinz, Vorsitzende des Bundesverbandes Theater in Schulen e. V.

 

UNTERSTÜTZT DEN BUT!

Wie wichtig der BuT bislang war, werden wir vielleicht erst in 20 Jahren erfahren, wenn die Theaterpädagogik in allen Bundesländern und dem gesamten Bildungssystem etabliert sein wird. Daher: tut alles dafür, damit er weiterhin wichtig bleibt.

— Uwe Schäfer­-Remmele, Ehrenmitglied

 

THEATER MACHT SCHÖN

»Theater macht schön« — also macht ein Engagement im BuT vielleicht noch schöner!?

— Cord Striemer, Bildungskommission

 

WENN ICH ÜBER DEN BUT SPRECHE …

… dann ist es mir eine fachliche Freude, von meinen Erfahrungen als externer Prüfer in BuT­Bildungsgängen zu berichten. Sie sind ein gelungenes Modell theaterpädagogischer Qualifikationen. Warum? Hier funktioniert ein Lehr­Lern­Modell nicht­hierarchischer Art, sondern eines, das auf der Horizontalen angelegt ist: Es geschieht ein Lernen und Lehren von­ und mit einander — eine Theatralitäts­Pädagogik, die Rollenwechsel/­übernahmen kennt (anerkennt), die einen pädagogischen Schauplatz (teatron) gestaltet (inszeniert) und nutzt.

— Prof. Dr. Gerd Koch, BuT­Prüfer

 

DER BUT ALS THEATERPÄDAGOGISCHES LABOR

2007 bin ich auf meine erste BuT­Tagung gefahren: Viele Menschen, viele Meinungen, viele Netzwerke, viele Impulse, lange Abende … Jetzt bin schon ein paar Jahre in der Bildungskommission. Aus wie vielen Impulsen ist später ein Auftrag, ein Projekt, eine gemeinsame Idee, ein weitergeführter Diskurs geworden! Zum Beispiel die »Labore«, die wir als Idee vor vielen Jahren entwickelt haben, um praktisch unser Arbeitsfeld zu erforschen — ergebnisoffen und hierarchiefrei. Eigentlich ist der BuT für mich selbst so ein Labor: ein Ort, an dem viele Menschen daran arbeiten, dass die Theaterpädagogik ein sich ständig wandelnder Körper bleibt und das Fach für die Zukunft prägt.

— Harald Volker Sommer, Mitglied der Bildungskommission

 

THEATER IST PURE GEGENWART

»Das Ewige regt sich fort in allen, denn alles muss in Nichts zerfallen, wenn es im Sein beharren will.« — Goethe

Cornelia Wolf ist vor fünf Jahren gestorben. Sie war dem Bundesverband immer eng verbunden und mehrere Jahre im geschäftsführenden Vorstand. Sie stand mit Liebe und Leidenschaft für die Theaterpädagogik und verstand Theaterpädagogik nie nur als Handwerk, sondern immer auch als Haltung zum Leben, zu den Menschen und zur Kunst. Ein Auszug aus ihrem »Theaterpädblog« als Grüße zum 30­jährigen Bestehen:

»Theater ist pure Gegenwart, denn es verweigert sich der Reproduktion. Auch wenn das Stück wiederholbar ist, verwirklicht sich das Theater immer wieder einzig und einmalig im flüchtigen Moment der Aufführung. Wenn also Theater ein Symbol für Vergänglichkeit darstellt und menschlichen Sinnfragen nachgeht, in wieweit beeinflusst diese Deutung meine Haltung und dadurch meine theatrale Arbeit?«

— Prof. Cornelia Wolf, † 2014 & Cord Striemer, Leiter TPZ­Ruhr

 

EINE STARKE LEITLINIENORGANISATION

Theaterpädagogik heißt immer auch sich mit sich selbst und der Welt auseinanderzusetzen. Dabei gelten andere Regeln als im Alltag. Damit das weiter gedeihen kann, brauchen wir den BuT auch in den nächsten 30 Jahren: als Leitlinienorganisation, als fachliche Vertretung und für das Fortschreiben der Theaterpädagogik als kulturelle Bildung.

— Jörg Pauli, Mitglied

 

WIR BRAUCHEN DEN BUT IN DEN NÄCHSTEN 30 JAHREN, WEIL …

Theaterpädagog*innen zentrale Akteur*innen für das Theater der Zukunft sind. Dieses Theater der Zukunft ist ein offener Ort für alle. Dazu leistet die Theaterpädagogik einen wichtigen Beitrag. Sie ermöglicht in einer Vielfalt von Formaten Teilhabe und Mitgestaltung. Verschiedene Künste und Generationen arbeiten und spielen, entwickeln und präsentieren Gemeinsames und Eigenes zwischen Bühne und Zuschauerraum. Theater ist Teamwork, Theater gestaltet Dialoge und Theaterpäda gog*innen sind Theatermenschen, auf die wir auch in Zukunft nicht verzichten wollen!

— ASSITEJ e. V.

 

BEGEISTERUNG FÜR THEATER UND BILDUNG

Dem BuT ist in 30 Jahren etwas Unglaubliches gelungen: Mit der Begeisterung für Theater und Bildung beharrlich und gegen alle Widerstände in Pädagogik und Kunstbetrieb die Theaterpädagogik zu einem heute unverzichtbaren Fachgebiet in der kulturellen Kinder­ und Jugendbildung zu machen. Herzlichen Glückwunsch!

— Tom Braun, Geschäftsführung der BKJ

 

HAPPY BIRTHDAY LIEBER BUT!!!

Wir, das Schultheater­Studio Frankfurt, sind sehr dankbar für die Arbeit, die ihr in den letzten 30 Jahren geleistet habt!!!

Zahlreiche unserer festen und freien Theaterpädagog*innen haben durch die Rahmenrichtlinien des BuT eine solide Ausbildung erhalten. Basierend auf diesem Fundament bringen sie jungen Menschen in Schulen und außerschulischen Einrichtungen Theater als einen ästhetischen und kreativen Raum des Ausprobierens näher und ermöglichen eine Teilhabe an kultureller Bildung.

Als Schnittstelle zwischen Theaterpädagogik und Schule und damit zwischen Theaterpädagog*innen und Lehrkräften stehen wir, nicht erst seit der »Stop Separating!«­Konferenz 2017, für ein Miteinander und einen regen Austausch dieser, in manchen Punkten unterschiedlichen, Bereiche. Doch gerade unsere Unterschiede sind immer wieder eine große Bereicherung und führen über den kreativen Austausch zu etwas Neuem.

Dem BuT wünschen wir für die nächsten 30 Jahre viele kreative Ideen, zahlreiche Klatschkreise und noch mehr Konfetti!

— Nicole Peinz, Schultheater­Studio Frankfurt