Strategien des Politischen in den Darstellenden Künsten

17. — 19. März 2017, Wolfenbüttel

Kooperation mit dem BuT / Veranstalter: Bundesakademie Wolfenbüttel

Ist es in weltpolitisch so spannungsvollen Zeiten wie unseren nicht nachgerade eine Verpflichtung, dass Theater sein Publikum unterrichtet, belehrt, aufklärt, sich ihm nach allen Regeln der Kunst nützlich macht? Zweifel sind angebracht: Ist das Politische im Theater ein Legitimationsversuch, ein verzweifelter Akt, gesellschaftliche Nützlichkeit und Relevanz zu behaupten? Wie kann die Darstellende Kunst gesellschaftskritisch sein, ohne zum verlängerten Arm einer Politik zu werden, die keine Utopien mehr denken kann und »Alternativlosigkeit« als Credo im Schilde führt?

Die Veranstaltung wird diese Fragen mit Expert*innen diskutieren. In Werkstätten arbeiten sie mit den Teilnehmenden praktisch zu Fragen, wie sich Theaterkunst und das Politische zusammendenken und performativ verbinden lassen. Eingeladen sind Vertreter*innen dreier verschiedener Strategien:

  • Alice Romoli stellt die Arbeitsweise des Peng! Collective vor, das mit Humor und Mitteln des zivilen Ungehorsams versucht, herrschende Narrative zu brechen und mediale und politische Diskurse kritisch zu beeinflussen.
  • Lajos Talamonti bittet die Teilnehmenden an seinem Workshop zu einem partizipativen Spiel, einem »Battle um den neuen Gesellschaftsvertrag«.
  • Friedrich Kirschner geht in seiner Arbeit — u. a. an der HfS Ernst Busch — Fragen nach, wie sich ästhetische Räume, Erzählweisen, Rollen und Machtkonstellationen in Performances verändern, die sich von Computerspielen inspirieren lassen.

Leitung: Friedrich Kirschner (HfS Ernst-Busch), Alice Romoli (Peng! Collective), Lajos Talamonti (Interrobang), Jan Deck (laPROF), Birte Werner (Bundesakademie)
Ort: Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel
Kosten: 217,- € (inkl. Ü/VP)
Info und Anmeldung: www.bundesakademie.de/programm/darstellende-kuenste