Fortbildungsprogramm Multiplik 2021

Was kommt? Was bleibt? Was treibt dich um?

„Im Rückblick werden wir uns wundern.“ (Matthias Horx)

Für viele Theaterpädagog*innen ist die Überführung der Theaterarbeit in den digitalen Raum nach wie vor eine grosse Herausforderung - aber sie bietet auch grosse Chancen! Ein kleines Gedankenspiel, mit dem wir als Vorbereitungsteam in die Planung für das Multiplik-Fortbildungsprogramm ab Juli 2021 gegangen sind, gefolgt von spannenden Diskussionen über Mangel und Möglichkeiten in der aktuellen theaterpädagogischen Arbeit: Das Jahr 2030: Worüber wirst du dich rückblickend wundern? Wofür wirst du später einmal der aktuellen Krise dankbar sein?

Wir haben Theaterschaffende aus der ganzen Republik gebeten, uns mitzuteilen, was sie 2020/2021 gelernt, praktiziert, erprobt und neu entwickelt haben, welche Themen, Formate und Impulse sie besonders in Resonanz und zum Staunen gebracht haben und wo sich in ihrer theatralen Arbeit neue Resonanzräume geöffnet haben, egal ob digital, analog oder auch hybrid. Viele dieser Ideen, Formatvorschläge und Angebote finden sich nun in diesem Programm.

Wir danken dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Förderung unseres Fortbildungsprogramms. Gerade Kinder und Jugendliche werden von der aktuellen Situation in ihrer Entfaltung eingeschränkt und benötigen neue Wege und Formen, künstlerisch kreativ sein zu können.

Für Eure vielfältige Mitarbeit dankt Euch das Vorbereitungsteam Multiplik: Éva Adorján, Sandra Anklam, Vera Hüller, Stephan Antczack, Benjamin Porps, Elisa Rogmann und Knut Winkmann.

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Online-Fortbildungen 2021 aus dem Landesverband Theaterpädagogik Hessen

2. Halbjahr

Digitale Choreographien Kooperative Inszenierungswerkzeuge für Tanz und Bewegung im digitalen Raum

10.06. / 17.06. /24.06. I 01.07. 4 Termine/ jeweils Donnerstagabends

Spielend Deutsch lernen – digital und analog Theaterpädagogische Methoden der kreativen Sprachvermittlung für junge Migrant*innen

02.09. / 09.09. / 16.09. /23.09. 4 Termine / jeweils Donnerstagabends

(1) Das Smartphone als Probebühne

02.-06.08.2021, digital

Digitale Theaterproben können nicht nur in Videokonferenzen, sondern auch via Smartphone gestaltet werden. Die Fortbildung zeigt Möglichkeiten auf, wie über die Nutzung von Messengern und Apps digitale Proben durchgeführt werden können, die den Körper der Teilnehmenden, den öffentlichen Raum und einen ästhetisch forschenden Ansatz miteinander kombinieren. Das Smartphone fungiert dabei als Kommunikationsmittel, Untersuchungsgerät, Werkzeug für künstlerische Kreation, Forschungstagebuch und Präsentationsort.

(2) Z0OMer Time – Spielen in digitalen und physischen Räumen

23.-24.08.2021, digital

Wie kann mit alltäglichen Smartphones und Gratis-Apps kreative Medienperformance-Arbeit gemacht werden? Wie kann eine Videokonferenz auf den Kopf gestellt werden? Ihr lernt, subversiv und kreativ mit digitalen Tools zu arbeiten. Dabei lernt ihr eine neue Raum- und Mediendramaturgie kennen, die auch neue Formen der Interaktion mit dem Publikum zulässt. Der Workshop zeigt, dass mit ZOOM und Co auch nach der Pandemie gut gearbeitet werden kann – und ebenso im physischen Raum.

(3) no skills – big surprise Performance Art mit Kindern und Jugendlichen

08.-10.10.2021,Münster

Performance Art mit Kindern und Jugendlichen

(4) Vom Sinnlichen zum Politischen – Angewandtes Theater als Ästhetik der Wahrnehmung

22.-24.10.2021,digital

Das szenische Spiel ermöglicht uns, abseits von alltäglichen Routinen den Zugang zur Quelle unserer Kreativität und Inspiration, mit deren Hilfe wir neue Perspektiven einnehmen können und Vertrautes neu entdecken können. Durch neue Blickwinkel gehen wir gestärkt auf aktuelle Herausforderungen, Improvisation, Spiel und Bewegung begleiten uns dabei. In diesem digitalen ZOOM-Theater-Forschungslabor erleben wir uns in vielfältigsten Zugängen kreativ-sinnlicher Erfahrungen und erschließen die Bedeutung der Ergebnisse für die Gruppe als Kollektiv.

(5) Augen an, Stimme aus! Theaterarbeit mit Gehörlosen und Hörenden

20.-21.11.2021, Köln

Bisher sind kulturelle Angebote, die von Hörenden und Gehörlosen gemeinsam genutzt werden können, sehr rar, Theateraufführungen, die sich gleichermaßen an ein hörendes wie an ein taubes Publikum richten, äußerst selten. Erst langsam entwickelt sich eine gegenseitige Annäherung. Ich möchte euch in diesem Workshop ermuntern, an dieser Entwicklung teilzuhaben und sie voranzutreiben. Gerade für die Theaterpädagogik kann sich hier ein Arbeitsfeld erschließen, welches bisher kaum Beachtung gefunden hat.

(6) Die Geister, die ich nicht rief – Eine Weihnachtsgeschichte in Zoom

04.-05.12.2021, digital

Das Theaterspiel weitet sich immer mehr in den digitalen Raum aus, Videochats sind zu neuen Proberäumen geworden und bieten auf ganz eigene Weise Möglichkeiten für gemeinsames, theatrales Schaffen. An diesem Wochenende werden wir in Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens eintauchen. Spielerisch beschäftigen wir uns mit den Figuren und der Geschichte, unseren Vorstellungen von „Gut und Böse“ – und lassen die Geister der Weihnacht lebendig werden.